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Heute möchte ich ein paar Gedanken zum Thema “Administratismus” und Mobbing in sozialen Institutionen aufgreifen.
Wie wir alle wissen, führt die Dominanz von administrativen Überlegungen in Einrichtungen mit Sozialcharakter, von Management, Kosten-Nutzen-Rechnungen, Papier und Formularwesen, Weisungen, Reglements im Verlauf der Entwicklung sozialer Institutionen häufig zu einem absoluten Perfektionismus, der nur eines zum Ziel hat, nämlich: “Der Zweck heiligt die Mittel”.
Solch administrativer Überhang bringt rasch eine Pervertierung des Auftrags mit sich und entfernt alle Beteiligten mehr und mehr von der Zielgruppe. Wenn das therapeutische Personal sich nicht mehr mit den gesetzten Strukturelementen identifizieren kann, droht “Dienst nach Vorschrift“, verschwinden unkomplizierte Umgangsformen, Begeisterungsfähigkeit und therapeutisches Klima, es entwickeln sich “Burn out” und “Mobbing”.
Auch wenn die Verantwortlichen des Sozial-und Gesundheitswesens von sich ändernden Rahmenbedingungen, von Kommunikation und Kooperation, Paradigmenwechsel sprechen, wird die soziale Arbeit zunehmend als Dienstleistung gesehen in dem es um Service, Qualität und den Gebrauchswert der Arbeit geht. Diese Begriffe aus der Unternehmensforschung können auch für Autowerkstätten oder Hotelbetriebe angewandt werden.
Im Zeitalter von “St. Bürokratius” und des am schnellen Erfolg orientierten Managements sind kurzsichtige Lösungen naheliegend. Zum Beispiel:
Betriebswirtschaftliches Denken, heißt:
verlockenden Sparmaßnahmen nachzugehen;
Ergebnisorientierte Steuerung, heißt:
die ungelösten Probleme auf andere institutionelle Felder innerhalb der Gesellschaft zu verschieben;
Ressourcenverantwortung, heißt:
für möglichst wenig Geld und aus nachgeordneter abhängiger Position heraus und schlechtem Informationsstand möglichst viel Schutzfunktionen bzw. therapeutischen Rahmen zu bieten und die Identifikation mit der Institution trotz Einschränkungen und fachfremden Entscheidungen zu wahren;
Budget, heißt:
Einsparungen beim Personal, schlechte Bezahlung.
Trotz all dieser Ungereimtheiten sprechen Politiker und Bürokraten von einem sozialen Miteinander und die sachverständige Führung von Menschen durch Menschen und das Sahnehäuptchen: “Der Mensch muß im Mittelpunkt stehen”.
Liebe Freunde, es gibt ein Sprichwort, das heißt:
Sollte die Menschheit eines Tages zugrunde gehen, so werden zwei Dinge überleben… DIE KÜCHENSCHABE UND DER BÜROKRAT.

