Burn Out 1


“Ausbrennen der Motivation” ist die exakte Bezeichnung für Burn-out. Ein Phänomen das erst in den letzten 10 bis 15 Jahren an Aktualität zugenommen hat.
Ich kann mich noch gut erinnern (Eigenerfahrung) wie Menschen vor 25 Jahren, die an einem akuten Erschöpfungssyndrom litten, von ihrem näheren Umfeld als Simulanten betitelt wurden, als Arbeistsscheue Individuen, als nicht hart genug für den Job. 

Den Weg zum Arzt konnte man sich ersparen, denn nach X nutzlosen Untersuchungen und Analysen gab es die üblichen tröstenden Worte zur Selbstbeherrschung: “Nehmen sie es nicht so schwer… Arbeiten sie nicht so viel… Ruhen si sich gelegentlich aus”. Eine andere beliebte Sorte von Ratschlägen bei Ärzten sind die Ermahnungen: “Leben sie Diät… Weniger Trinken… Das Rauchen einstellen… usw.
Ein Arzt meinte dieses Symptom könnte man nur durch viel Sex in den Griff bekommen.

Nachdem Medikamente versagt haben, versucht man es gelegentlich mit Psychotherapie. Der Erfolg bleibt meistens aus, weil dadurch die Wurzel des Übels bei CES (chronischen emotionalen Stress) nicht bekämpft werden kann.

Die Burn-out Forschung hat aber bestätigt, je stärker fremdbestimmt, je unvollständiger und je mehr institutionellem Druck ausgesetzt man ist, desto größer ist das Risiko, daß man ausbrennt und nicht mehr angemessen arbeiten kann. Es gibt kaum einen Beruf, in dem nicht auf irgendeine Weise die Gefahr des Ausbrennens besteht.

Auffallend ist Burn-out in bürokratischen Organisationen (wen wunderts), wo er vor allem durch drei Faktoren verursacht wird:
- Überlastung
- Mangel an Autonomie
- Mangel an Belohnung und Anerkennung

Aber davon das nächste Mal…

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