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So Freunde, da bin ich wieder.
Nach einer längeren Abwesenheit ist es wieder an der Zeit, unsere Diskussion fortzuführen. Die Zeiten werden härter, die Weltwirtschafts- und Finanzkrise hat uns gezeigt, daß die Luft zum Atmen im Arbeitsleben immer dünner wird. Täglich werden wir medial über die Krisenstimmung in Betrieben, groß und klein, bombardiert. Man spricht von Entlassungen die in die zig-tausende gehen. Richtige- Selbsternannte- und Wichtigkeitsgeile-Experten wetteifern um Zustimmung für ihre Analysen, wobei sich der Eindruck bestätigt, daß es ihnen weniger um eine reelle Situationsanalyse geht, sondern darum ihr geschrumpftes Ego aufzupolieren und ihre Profilneurose zu schärfen.
Hexen und Hellseher haben bis ins hohe Mittelalter im Kaffesatz und in den Innereien von Tieren die Zukunft vorausgesagt, heute nennt man sie “Experten”.
Aber Schwamm drüber.
Die wahrscheinlich einzigen die jetzt Hochkonjuktur haben sind die sogenannten COST-KILLER, angeheuerte “Rausschmeisser“, die die Drecksarbeit für die Firmen machen. Gerät ein Unternehmen ins Schleudern treten sie auf den Plan, ihr Job: das Aussortieren und Loswerden von Arbeitnehmern außerhalb des Sozialplans.
Wir dürfen nicht vergessen: in der Hochfinanz gibt es keine Freundschaften. Man schwimmt unter Haien. Es gibt Leute, die auf ihre Kosten kommen und Karriere machen und solche die es zu nichts bringen (Arbeitnehmer). Der Wettbewerb führt zu einer natürlichen Auslese. Dieser Sozialdarwinismus in der Wirtschaft ist Gewalttätig und Öbszön.
Eigentlich heißt Öbszenität einfach Schamlosigkeit und wurde auf das Sexuelle bezogen, aber bei der letzthin veranstalteten Orgie von Gier und Geldgeilheit drängen sich Begriffe wie Dekadenz, Barberei, Inhumanität, Korruption, Regression und Perversion auf.
Und nimmt man Freuds alte Diagnose hinzu, daß Verlust von Scham Schwachsinn befördere, so gibt es wenig Anlass zur Zuversicht.
Pubblicato da Meinrad
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