Manager und Mobbing

Luglio 1, 2008


Letztes Mal haben wir uns mit dem ausufernden Bürokratismus in deren Folgen in sozialen Institutionen befasst, von Papier, Formularwesen, Weisungen usw…. und der Pervertierung, die dieser Papierkram mit sich bringt.

Jedem ist klar, daß Anweisungen nicht von unten, sondern von oben kommen… also muß da oben jemand sitzen, der sich alles ausheckt, Befehle erteilt und sie nach unten weiterreicht. Ich spreche vom “Chef” oder der modernen Version dessen, dem MANAGER. Das Auslaufmodell “Chef”, der sich noch mit seinem Betrieb identifizierte, alle Mitarbeiter beim Namen kannte und schon mal losbrüllte, den gibt´s nicht mehr. Heute haben wir den Manager, den freundlichen, verständnisvollen Bürokraten, der einen Kurs in “Human Relation und Positiv Denken” mitgemacht hat und im Wiegeschritt mit liebeswürdigen Bürokratenlächeln im Gesicht dir entgegentritt. Sein allergrößtes Bedürfniss ist Teamwork und das Bestreben REIBUNGEN zu vermeiden.

Für diesen modernen Bürokraten sind Menschen lediglich Dinge. Er empfindet wenig, wenn er Menschen freundlich behandelt und wenn, grenzt es an Heuchelei.

Dieser Typus Manager ist nicht neurotisch, sondern eher ziemlich unterentwickelt. Menschen mögen Impulse der Konkurrenz unterdrücken, wie etwa das Vergnügen andere herunterzumachen, weil es mit dem Selbstbildnis in Konflikt steht – nicht so dieser Bürokrat: er gerät nicht notwendigerweise in einen Konflikt, wenn er andere demütigt, sie heruntermacht, solange er diesen Charakterzug nutzen kann. Er sieht nichts Unrechtes darin, sich an seinen Triumpfen zu weiden, es sei denn, er verliert die Kontrolle und macht sich zum Narren.

Viele dieses Typus Mensch in Führungsrollen sind ehrgeizige aber neurotische Versager, kleinliche Bürokraten, die vom Leben von ihren Vorgesetzten gedemütigt worden sind, daß sie sich entschlossen haben, die wenige, ihnen zur Verfügung stehende Macht auszunutzen, andere zu beugen.