Die Intrigen oder… “Wie grabe ich dir das Wasser ab”

Ottobre 2, 2008


Wenn ich mir die Zugriffe auf diesen Blog betrachte, sehe ich, daß das Thema “Intrige” besonders oft gewählt wird. Dies kann nur bedeuten, daß einige von euch in irgendeiner Form bereits Bekanntschaft mit dieser Handlungsweise gemacht haben. Aus diesem Grunde will ich heute dieses Thema nochmals aufgreifen.

Im letzten Text (Der Intrigant) habe ich bereits die Rolle der Intrige als Mittel der Konfliktlösung in der Geschichtschreibung und Literatur kurz skizziert. Die Gebrüder Grimm benutzten dieses dramatische Mittel in ihren Märchen, wir finden sie in Heldensagen, Tragödien, Komödien und in “soap operas”. Selbst in der Bibel wird die Intrige im 9. Gebot als Verleumdung erwähnt.

Tragische Gestalten, die der Intrige zum Oper fielen, finden wir in der griechischen Mythologie bei Odysseus gegen Palamedes, im Alten Testament bei Samson und Delilah, im Alten Rom bei Julius Cäsar und seinen Senatoren. Maria Stuart fiel einer Intrige ihrer Cousine Elsabeth zum Opfer, es kostete ihren Kopf. Der Fürst (Cesare Borgia) und sein nicht minder berüchtigter Vater (Papst Alexander VI) trieben Heuchelei und Täuschung bis zur Vollendung.

Bis in die heutige Zeit herauf ist die Intrige ein Instrument um den Gegner auszutricksen, Schach-matt zu setzen, zu verleumden, verunglimpfen und denunzieren. Und wird mal einer erwischt, wie es dem ehemaligen amerikanischen Präsidenten Nixon in der Watergate Affäre ergangen ist, werden solche Techniken als inoperative (unwirksam) bezeichnet, was so viel bedeutet, daß getrickst und gelogen wurde. Nicht die Intrige und die Unwahrheit, sondern daß mit diesem Verhalten keine Zustimmung zu erreichen war, machte sie inoperative. Ob es moralisch verwerflich, wahr oder Lüge war, stand überhaupt nicht zur Debatte.

Ein eklatantes Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit ist die eines bekannten deutschen Politikers, der sich vor einem Jahr um einen hohen Posten in seiner Partei bewarb. Da er in der Bevölkerung eine gewissen Grad an Beliebtheit genoss, waren seine Chancen gar nicht schlecht, diese Parteifunktion übernehmen zu können. Weil aber seine Genossen bereits entschieden hatten, wer dieses prestigeträchtige Amt übernehmen sollte und er sich nicht überreden ließ, seine Kanditatur zurück zu ziehen, wurden Gerüchte über sein Privatleben gestreut, die prompt von der Boulevardpresse aufgegriffen ihn in eine unhaltbare Situation brachte. Seine Karriere in der Parteipoltik war vorerst zu Ende. Der Mann hat einen Fehler gemacht (bekanntlich macht jeder Mensch Fehler), aber diese triviale Wahrheit haben seine Gegner genutzt um ihn “auflaufen” zu lassen. Inwieweit er nachträglich von seinen “Freunden” noch verhöhnt wurde nach dem Motto “Tut mir leid, aber die Parteiraison, du weißt ja….entzieht sich meiner Kenntnis.“

Übrigens: In drei Wochen müßte diese Person den vor einem Jahr durch Intrige verlorengegangen Posten übernehmen können. Das Sprichwort: “Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein” hat sich hier bestätigt. Wir wünschen ihm viel Erfolg.

Aber nun zurück zu uns. Wie wir gesehen haben, kann der Satz “Jeder macht mal einen Fehler” nicht nur “menschlich” sondern unter Umständen “tödlich” sein, besonders dann, wenn euch keine echten Freunde zur Seite stehen oder bei zu viel Vertrauensseligkeit.

Aber davon das nächste mal!


Ironische Distanzierung als Flucht aus der Routine

Maggio 28, 2008


Die Abwertung von Arbeit und Leistung macht die Leistung und die fachliche Kompetenz zunehmend IRRELEVANT. Die Entwertung der Arbeit verleitet die Menschen als einzige Alternative zu “Langeweile und Verzweiflung”, ihre Arbeit mit selbstkritischer Distanzierung zu betrachten. Wenn Arbeit zum bloßen Rollenspiel entartet, versucht der Arbeitende, ob am Fließband oder einen hochbezahlten Job in der Bürokratie, dem aufkommenden Gefühl der eigenen Belanglosigkeit zu entrinnen, indem er sich “eine ironische Distanz zur Alltagsroutine” schafft. Er bemüht sich das Rollenspiel in eine symbolische Erhöhung des Alltagsleben zu verwandeln… er sucht Zuflucht bei Witzen, Spott und Zynismus.

Zynische Distanziertheit wird zum beherrschenden Modus des alltäglichen Umgangs!

Testbild

 

 


Was man unter seelischer Gewalt versteht…

Maggio 17, 2008

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Seelische Gewalt beginnt oft mit der Ablehnung eines Unterschieds.
Inakzeptanz und Andersartigkeit sind wesentlicher Motor um Personen zugrunde zu richten, die sich nicht in das System einfügen. Neid, Eifersucht und Rivalität können beträchtlichen Schaden anrichten, wenn man sich ihrer in zynischer Weise bedient, um sich eines Menschen zu entledigen. Die “Angst” ist ein wesentlicher Motor bei seelischer Gewalt, denn Angst erzeugt Aggressionen. Angst erzeugt zuweilen Feigheit: man lässt einen narzistisch Perversen gewären, aus Furcht andernfalls selbst Zielscheibe zu werden.
Seelische Gewalt ist eine Pathologie der Einsamkeit. Man richtet sie mit Vorliebe gegen isolierte Personen (alleinerziehende Mütter oder unsichere Arbeitssituationen). In Berufszweigen deren Aufgabenfelder schwer zu definieren sind und eine gewisse Dehnbarkeit gestatten (Schule – Soziales) passiert die meiste Gewalt (öffentlicher Sektor = unterschwellige Gewalt, Produktionssektor = offene Gewalt).
Der Angriff auf den persönlichen Bereich ist die letzte Strategie des Mobbers, wenn er in Schwierigkeiten gerät. Mit kränkenden, beleidigenden, sexistischen und chauvinistischen Schimpfwörtern versucht man die Person zu destabilisieren. Im Falle von seelischer Gewalt ist die vergebliche Frage nach dem Sinn was verrückt macht. In dem Versuch, zu begreifen, verliert sich die betroffende Person in einem Netz aus Fragen, auf die es keine Antwort gibt. Oft ist seelische Gewalt auch die Folge von Unbeholfenheit von Personen die “kommunikationsunfähig” oder nur einfach schlecht erzogen sind.
“Der Zweck heiligt die Mittel”.
Jemand kostengünstig loszuwerden, indem man sich auf preiswerte Weise eines störenden Mitarbeiters entledigt, ist für ein perverses Individuum die Möglichkeit, durch Manipolation an die Macht zu gelangen.

Grausamkeit