Der Rechnungshof als neues Feindbild der Verwaltung

Agosto 5, 2009


Nach einer längeren (Gedenk) Pause, bin ich wieder soweit, Artikel und Meinungen zu verschiedenen Geschehen zu verfassen. Und natürlich, beginne ich gleich mit einem brisantem Thema, welches schon längere Zeit unsere Verwaltungsbeamten unter Druck setzt (siehe Titel des Artikels).

Die Feindvorstellung beginnt mit einer sehr hinderlichen Annahme: Was fremd oder unbekannt ist, ist gefährlich und will uns übel. Das Unbekannte ist nicht vertrauenswürdig.

So oder ähnlich könnte man das derzeitige Verhältnis zwischen Verwaltung und Rechnungshof bezeichnen. Eine bis vor kurzem eher unauffällig und im Bewusstsein der Öffentlichkeit wenig bekannte Institution lässt die Muskeln spielen, zeigt Profil und bremst das selbstherrliche Gehabe so manches Verwalters ein.

Selbst das letzte Rad in der bürokratischen Hierarchie, der kleine Angestellte, wird mit 500 Euro zur Kasse gebeten, weil er mit seinem Privatauto unverschuldet im Dienst einen Crash gebaut und der Rechnungshof ihm die Rückerstattung der Reparaturkosten verweigert. Wen wunderts, dass solche Law & Order – Methoden bei so manchen Bürokraten der Führungsebene den Blutdruck in die Höhe treibt und ihm schlaflose Nächte bereitet?

Versichern, Absichern, sich Rückversichern werden als Lösungsansatz angeboten; sich Dokumente gegenzeichnen lassen soll auch gegen allgemeine Übelkeit helfen. Die Versicherungswut die sich in unseren Amtsstuben breit macht, ist bereits ein klares Indiz dafür, dass Angst und Paranoia in den Verwaltungen Einzug gehalten hat und man nicht mehr zwischen den tatsächlichen und rein eingebildeten Gefahren unterscheiden kann.

Bleibt aber immer noch der kleine Angestellte der auf eigenes Risiko, im eigenen oder dem Dienstfahrzeug, unterwegs ist, immer mit dem Schwert des Damokles über seinem Kopf und der Frage im Hinterkopf: Wer zahlt, wenn ich einen Schaden erleide? Kann ich auf meine Vorgesetzten zählen? Stehen sie mir zur Seite oder werde ich zu einer Aktennummer die an den Rechnungshof weiter gereicht wird?

Um solchen Stress zu vermeiden rufen wir alle Bediensteten auf, keine Fahrten mehr mit dem Privat- oder Dienstwagen für die Verwaltung zu übernehmen und, wenn nötig, auf öffentliche Verkehrsmittel zurückzugreifen.

Der Assessor für Mobilität freut sich.


Der Intrigant

Luglio 9, 2008


Hand aufs Herz.
Wer hat noch nie von Intrigen, Intriganten gehört oder gelesen, kennt einen im Büro oder hat nicht selbst mal aus der Not heraus eine Intrige gesponnen. Nun, da sind wir in bester Gesellschaft. Die gesamte Weltliteratur hätte ohne Intrige kaum Erfolge erzielt: von Homer bis Shakespeare und Arthur Miller…  ohne die Intrige wären ihre Werke keinen Pfifferling wert.

Die Geschichte ist voll davon: von der Antike hin zum Mittelalter bis in die Neuzeit, immer wurde intrigiert und denunziert. Macchiavelli, der Fürst und absolute Befürworter der Intrige sagt, man stoße fortwährend auf schlechte Menschen, daher müsse man auch selbst “zweckmäßig” handeln. Dies widerspricht zwar unserer christlichen Ethik, die die (beschämend) gute Tat als Antwort auf die böse Tat fordert.

“Ein Mensch der immer nur Gutes tun wollte, muß zugrunde gehen unter so vielen, die nicht gut sind. Daher muß der Fürst, der sich behaupten will, auch imstande sein, nicht gut zu handeln und das Gute tun und zulassen, wie es die Umstände erfordern.”  Diese bittere Aussage entspricht, wenn wir uns umsehen, der allmeinen Erfahrung – so ist das tägliche LEBEN.

Im täglichen Leben, auf der Arbeitstelle, im Privatleben oder im Freundeskreis erscheint uns der Intrigant jedoch anders. O Gott, das soll nicht heißen, daß er nicht die eine oder andere “klassische” Eigenschaft hätte. Wichtig ist aber, daß er uns nicht als Bösewicht entgegentritt, sondern als ganz normaler Mensch. Ein Mann/Frau der sich im Falle eines Konfliktes gelegentlich eines Tricks bedient, um seinen Gegener auf die Matte zu legen und eine alte Rechnung zu begleichen. Er würde zwar die offene Auseinandersetzung vorziehen, aber das hängt nicht nur vom möglichen Sieg ab, sondern auch von seiner gesellschaftlichen Umwelt. Wenn er sich trotzdem für die Ränke entscheidet, so deshalb, weil der erhoffte Erfolg das Risiko rechtfertigt.

Aber reden wir von jenen fiesen Typen, deren Hemmungen geringer sind und die skrupelloser vorgehen. Sie sind von ihrem Wesen her feige und ihre mangelnde Intelligenz läßt sie Bedenken rasch überwinden. Wenn solch ein Typus Mensch in ein System eintritt, das bisher seine Konflikte vorwiegend fair ausgetragen hat, kann dies das bisherige Klima regelrecht vergiften. Denn er braucht Vasallen um sich, die ihn beschützen und helfen, so daß sich im Spiel der Kräfte regelrecht Cliquen bilden, die sich mit einem umfangreichen Protektionssystem schützen. In solchen Gruppen rutscht die moralische Haltung auf den gemeinsamsten Nenner ab.

Es ist schon erstaunlich, welchen Einfluss solche “Spinnen im Netz” sich verschaffen, ohne daß das von vorneherein durchschaut wird. Für die Intrigenverseuchung von Sozialkörpern ist das Verständnis wichtig, wie ein normaler Mensch zum Intriganten wird. Oft läßt ihm das gesellschaftliche Umfeld keine Wahl. Die Ansteckung und das Mitschwimmen lassen Skurpel überwinden. Da den normalen Menschen oft die Raffinesse fehlt, wählen sie einfache Tricks. Die “Verleumdung” des Widersachers spielt dabei die Hauptrolle.

Hand aufs Herz: Welche Rolle spielen sie in ihrem Bereich?


Was man unter seelischer Gewalt versteht…

Maggio 17, 2008

….
Seelische Gewalt beginnt oft mit der Ablehnung eines Unterschieds.
Inakzeptanz und Andersartigkeit sind wesentlicher Motor um Personen zugrunde zu richten, die sich nicht in das System einfügen. Neid, Eifersucht und Rivalität können beträchtlichen Schaden anrichten, wenn man sich ihrer in zynischer Weise bedient, um sich eines Menschen zu entledigen. Die “Angst” ist ein wesentlicher Motor bei seelischer Gewalt, denn Angst erzeugt Aggressionen. Angst erzeugt zuweilen Feigheit: man lässt einen narzistisch Perversen gewären, aus Furcht andernfalls selbst Zielscheibe zu werden.
Seelische Gewalt ist eine Pathologie der Einsamkeit. Man richtet sie mit Vorliebe gegen isolierte Personen (alleinerziehende Mütter oder unsichere Arbeitssituationen). In Berufszweigen deren Aufgabenfelder schwer zu definieren sind und eine gewisse Dehnbarkeit gestatten (Schule – Soziales) passiert die meiste Gewalt (öffentlicher Sektor = unterschwellige Gewalt, Produktionssektor = offene Gewalt).
Der Angriff auf den persönlichen Bereich ist die letzte Strategie des Mobbers, wenn er in Schwierigkeiten gerät. Mit kränkenden, beleidigenden, sexistischen und chauvinistischen Schimpfwörtern versucht man die Person zu destabilisieren. Im Falle von seelischer Gewalt ist die vergebliche Frage nach dem Sinn was verrückt macht. In dem Versuch, zu begreifen, verliert sich die betroffende Person in einem Netz aus Fragen, auf die es keine Antwort gibt. Oft ist seelische Gewalt auch die Folge von Unbeholfenheit von Personen die “kommunikationsunfähig” oder nur einfach schlecht erzogen sind.
“Der Zweck heiligt die Mittel”.
Jemand kostengünstig loszuwerden, indem man sich auf preiswerte Weise eines störenden Mitarbeiters entledigt, ist für ein perverses Individuum die Möglichkeit, durch Manipolation an die Macht zu gelangen.

Grausamkeit