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Carl von Clausewitz, preußischer General und Begründer der modernen Kriegsführung hat in seinem Werk “Vom Krieg” folgende Überlegung postuliert: Gehe dem größten entscheidensten Zweck nach, welchen du zu erreichen vermögest, wähle den kürzesten Weg dazu, den du dich zu gehen getraust, das heißt: die Wahl des Zwecks hängt von der individuellen Meinung ab und letztlich von intuitiven Können, was wiederum heißt: Unternimm keine Versuche, ein Problem zu lösen, ohne zur Überzeugung gelangt zu sein es auch lösen zu können. Prüfe gute Ratschläge von Freunden oder Außenstehenden auf seine Konsistenz.
Dafür gibt es eine Faustregel: Frage deinen Ratgeber, ob er seinen Rat ohne Vorbehalt mit sich selbst anwenden würde. Kommt sein Redefluss ins Stocken oder beginnt er zu stottern, dann gehe davon aus, daß der “gutgemeinte Ratschlag” nichts taugt, denn um nochmals Clausewitz sprechen zu lassen, es ist vergebens, daß man einem furchtsamen Menschen einen kühneren Kalkül vormacht, als der seinige ist; für ihn ist der seinige viel wahrer.
Fazit: Mut ohne Überzeugung bringt dich geradewegs in die Hölle.
Gut, aber nun zum praktischen Teil unserer Strategie. Wie wir im vorhergehenden Text (Die Intrige oder der Feind meines Feindes ist mein Freund) gesehen haben, ist es bei Mobbingattacken und Intrigantentum äußerst wichtig sich mit Freunden zu umgeben, denen man Vertrauen kann und die dich schützen.
Aber damit ist es nicht getan, wir brauchen nun einen Plan, um einer Konfliktsituation entgegenzuwirken.
Dazu muß ich mir zuerst einen Gesamtüberblick verschaffen, das heißt:
- Mit wem habe ich überhaupt Probleme (es können eine oder
mehrere Personen sein)?
- Wo liegen diese Konflikte?
- Wer sind die Personen auf die er zählen kann?
- Auf wen kann ich zählen (sichere Freunde)?
- Welche Position nehmen der/die Vorgesetzten ein?
- Wer verhält sich und bleibt neutral (sehr wichtig)?
- Habe ich die Möglichkeit den Zeitpunkt der Konfliktaustragung
zu steuern?
- Was kann ich beisteuern, um den Konflikt zu entschärfen?
Wenn ich von den vorliegenden Fragen drei bis vier als besonders wichtig erachte, kann ich davon ausgehen, die Lage unter Kontrolle zu haben. Dies ergibt sich aus der Tatsache, daß der Mensch nicht mehr als drei bis vier Beobachtungspunkte gleichzeitig unterhalten kann ohne sich heillos zu verzetteln.
Besonders wichtig ist, daß nicht alle Probleme gleichzeitig ausbrechen oder gleichzeitig zur Lösung drängen.
Sollte es aber trotzdem dazu kommen, bereinigt man den Konflikt auf kürzestem Weg und scheut nicht den offenen Krieg.
Pubblicato da Meinrad
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